
Wir bauen in unseren Projekten am Gasnetz für morgen.
Leitungsbauprojekte sind komplexe Vorhaben. Von den ersten Planungen bis zur Inbetriebnahme einer Leitung dauert es häufig mehrere Jahre. Gemeinsam mit unseren hochspezialisierten, oft langjährigen Partnern stellen wir uns dieser Herausforderung. Unser Schlüssel zum Erfolg: bewährte Verfahren, gute Zusammenarbeit und der enge Austausch mit den Menschen vor Ort!
In dieser Rubrik stellen wir von der Planung über die Verlegung bis zur Rekultivierung der Flächen unser Vorgehen dar.
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Welche Schritte gehen der Bauphase voraus?
Welche Schritte gehen der Bauphase voraus?
Bevor der erste Bagger rollt, steht eine umfassende Planungsphase an. Ziel ist dabei, das Projekt sowohl planerisch auf eine solide Basis zu stellen als auch die Auswirkungen auf Mensch und Umwelt möglichst zu verringern. Dazu werden unter anderem umfangreiche Baugrunduntersuchungen durchgeführt, vorhandene Pflanzen und Tiere erfasst und die mögliche Trasse auf archäologische Funde und Kampfmittel untersucht.
Auf Basis der Ergebnisse werden die Genehmigungsunterlagen erstellt und mit dem Antrag auf Planfeststellung beim Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie (LBEG) eingereicht. Für die ETL 187 ist dies im Verlauf des Augusts 2026 geplant. Das offizielle Verfahren beinhaltet auch eine Öffentlichkeitsbeteiligung, in deren Rahmen Bürgerinnen und Bürger ihre Anliegen bei der Behörde einbringen können.


Wie wird die Trasse auf die Verlegung vorbereitet?
Wie wird die Trasse auf die Verlegung vorbereitet?
Mit der Genehmigung für ein Pipelineprojekt fällt zugleich der Startschuss für die Baumaßnahmen. Der erste Schritt ist dabei der Aufbau der erforderlichen Logistik. Für die Rohre, die im Fall der ETL 187 einen Durchmesser von 1,40 Meter haben, werden an verkehrstechnisch günstigen Stellen die erforderlichen Lagerplätze angelegt. Um die Auswirkungen der Rohrtransporte auf das Umfeld möglichst gering zu halten, wurde im Genehmigungsverfahren ein detailliertes Wegenutzungskonzept mit der Behörde abgestimmt.
Auch die Trasse gilt es für das Projekt vorzubereiten: Dafür werden zunächst, soweit erforderlich, Bäume und Sträucher entfernt, um einen ungehinderten Zugang zur Trasse zu gewährleisten. Dann erfolgt das Abziehen des Mutterbodens, der getrennt nach Bodenhorizonten in Mieten gelagert und mit speziellen Saatmischungen begrünt wird.

Wie wird eine Pipeline verlegt?
Wie wird eine Pipeline verlegt?
Der weit überwiegende Teil einer Pipeline wird in offener Bauweise verlegt. Hierbei werden die Rohre zunächst oberirdisch auf der Trasse ausgebracht und aneinandergereiht abgelegt. Wenn bei einzelnen Rohrstücken eine Krümmung erforderlich ist, werden diese vor Ort kalt gebogen. Anschließend werden Teilabschnitte der Leitung bereits zu Rohrsträngen verschweißt, die später in einem Schritt verlegt werden. Alle Schweißnähte werden anschließend von einem Sachverständigen geprüft.
Im nächsten Schritt wird der Rohrgraben ausgehoben. Um die Grundwasserverhältnisse und Wasserqualität nicht zu beeinträchtigen, ist bereits zuvor eine umfangreiche Wasserhaltung eingerichtet worden. Nun können die Rohrstränge mit speziellen Kränen in den Rohrgraben abgesenkt und anschließend zu einer geschlossenen Leitung verschweißt werden.
Weitere Details und Bilder zur Verlegung finden Sie auf unserer Website:


Was folgt nach der Verlegung der Leitung?
Was folgt nach der Verlegung der Leitung?
Wenn die Pipeline verschweißt ist, kann der Rohrgraben verfüllt werden. Dabei wird insbesondere darauf geachtet, die natürlichen Bodenschichten wiederherzustellen. Vor Inbetriebnahme muss sich die Leitung zudem einem umfangreichen Stresstest unterziehen. Unabhängige Sachverständige führen dazu eine Vielzahl von Prüfungen durch, zu denen unter anderem auch eine Wasserdruckprobe gehört. Hier muss sich die Leitung unter strengen Bedingungen bewähren, die deutlich über den späteren Betriebsdruck hinausgehen.
Nach Inbetriebnahme erfolgt schließlich die Rekultivierung. Ziel ist es, die Flächen in Abstimmung mit den Eigentümern wiederherzustellen. Erst wenn diese sie abgenommen haben, ist die Rekultivierung abgeschlossen. In dieser Phase werden auch Kompensationsmaßnahmen für nicht vermeidbare Eingriffe in die Natur umgesetzt.
