
ETL 186 Peine – Hallendorf
Planung und Genehmigung
Viele Schritte bis zum Baustart
Planungsphase
In der Planungsphase untersucht Gasunie die geplante Trasse vollumfänglich. Ein Augenmerk liegt auf den Auswirkungen des bevorstehenden Leitungsbausauf die Umwelt.

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Ziel der Baugrunduntersuchungen ist es, die geeignetste Trasse zu finden.
Vorzugstrasse festlegen
In einem ersten Schritt gilt es, den Trassenverlauf festzulegen. Dafür erarbeiten wir mehrere grundsätzlich realisierbare Verläufe zwischen Einspeise- und Ausspeisepunkt. Im Hinblick auf Umweltauswirkungen, technische Machbarkeit, Wirtschaftlichkeit und vorhandene Hindernisse im Planungsraum ermitteln wir den bevorzugten Verlauf. Diese sogenannte Vorzugstrasse steckt den Bereich für weitere Voruntersuchungen ab. Bis zur abschließenden Genehmigung durch das Planfeststellungsverfahren ist es möglich, dass sich der angedachte Verlauf abschnittsweise ändert.
Untersuchungen in der Planungsphase
Videoserie „Gasunie baut“
Sehen Sie sich hier mehr zu den Untersuchungen in der Planungsphase an:
Baugrunduntersuchung (ETL 180)
Archäologische Ausgrabung in Agathenburg (ETL 182)
Nach den umfassenden Voruntersuchungen steht der formale Genehmigungsprozess an. Große Infrastrukturvorhaben müssen sowohl eine Raumverträglichkeitsprüfung als auch ein Planfeststellungsverfahren durchlaufen. In der Planfeststellung erlaubt eine umfassende Öffentlichkeitsbeteiligung auch Privatpersonen, sich mit ihren Anliegen und Hinweisen zum Trassenverlauf und zu den Auswirkungen des Vorhabens einzubringen.
Raumordnung
Die Raumordnung befasst sich fachübergreifend mit der Frage, wie die Flächen in Deutschland genutzt werden sollen und sich potenzielle Interessenskonflikte mehrerer Vorhabenträger lösen lassen. Bei raumbedeutsamen Infrastrukturprojekten prüfen die zuständigen Landesbehörden in der Regel im Rahmen einer Raumverträglichkeitsprüfung, ob ein Vorhaben mit den Zielen und Grundsätzen der Raumordnung vereinbar ist und welcher Trassenkorridor bevorzugt werden sollte.
Für das Vorhaben ETL 186 hat die zuständige Raumordnungsbehörde geprüft, ob ein solches Verfahren erforderlich ist. Im Ergebnis wurde festgestellt, dass auf eine Raumverträglichkeitsprüfung verzichtet werden kann, da kein vertiefter Abstimmungsbedarf auf Ebene der Raumordnung besteht.
Auf Informationsveranstaltungen von Gasunie können Betroffene und Interessierte unseren Projektexperten ihre Fragen stellen. Darüber hinaus sind wir an Hinweisen zu den Flächen interessiert.
Über die gesetzlichen Vorgaben hinaus verfolgt Gasunie das Modell einer freiwilligen Öffentlichkeitsbeteiligung. Für betroffene Grundeigentümer und Nutzungsberechtigte organisieren wir dialogorientierte Veranstaltungen, auf denen unser Trassen-Checker – ein Online-Tool zum Trassenverlauf – zum Einsatz kommt. Darüber hinaus erstellen wir Informationsmaterialien, veröffentlichen Presseinformationen und haben unsere Projekt-Website www.gasnetz-für-morgen.de mit umfassenden Informationen zum Projekt entwickelt. Indem wir den Austausch suchen, können wir offene Fragen klären, die Akzeptanz für das Vorhaben erhöhen und bereits vor dem formalen Genehmigungsverfahren wichtige Hinweise für die anstehende Planung erhalten.
Die ETL 186 ist eine reine Wasserstoffleitung. Als Teil des Wasserstoff-Kernnetzes trägt sie zur Dekarbonisierung der Industrie bei.
Wege zur Genehmigung
Die Genehmigung der ETL 186 erfolgt direkt im Planfeststellungsverfahren. Darin prüft die zuständige Behörde unter anderem den konkreten Trassenverlauf, technische Details sowie mögliche Auswirkungen auf Natur und Landschaft. Die Planunterlagen werden im Internet öffentlich bekannt gemacht. Träger öffentlicher Belange sowie betroffene Eigentümer und Bewirtschafter können Stellungnahmen und Einwendungen einreichen. Die Entscheidung der Behörde wird im Planfeststellungsbeschluss zusammengefasst.
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